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DSB vom 01.07.2010
, Heft 07-08
, Seite 4
Bereits seit einigen Jahren setzen Cyberkriminelle für die Übertragung von Gewinnen aus illegalen Tätigkeiten in den legalen Finanz- und Wirtschaftkreislauf so genannte "Money Mules" ein. Über Spam-Mails werden hochbezahlte Teilzeitjobs angeboten - beispielsweise 6.000 US-Dollar für 18 Stunden Wochenarbeitszeit. Nach der Jobzusage erhält der "Money Mule" Geldbeträge, die er auf andere Konten überweisen...
DSB vom 01.07.2010
, Heft 07-08
, Seite 4
Am 22. und 23. Juni 2010 kamen auf Einladung des international agierenden Security-Spezialisten Integralis rund 650 IT-Verantwortliche in Stuttgart zusammen. Cloud Computing, Governance, Risk & Compliance (GRC) und Sicherheit im Internet gehörten zu den am besten besuchten Foren. Begleitet wurden die in fünf Strängen angelegten Präsentationen durch eine hochkarätige Ausstellung von Anbietern von...
DSB vom 01.07.2010
, Heft 07-08
, Seite 4
Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière stellte am 22. Juni im Deutschen Technikmuseum Berlin 14 zukunftsgerichtete Thesen zur Netzpolitik als Ergebnis seiner netzpolitischen Dialogreihe vor. Sie sollen Grundlagen für die Rolle des Staates bei der weiteren Ausgestaltung des Internets darstellen. In These 3 plädiert der Minister für eine freie Entfaltung im Netz, allerdings mit Ausgleich...
DSB vom 01.07.2010
, Heft 07-08
, Seite 4
Am 17. September 2010 bietet der Security Day des Beratungsdienstleisters Secaron AG zum 10-jährigen Firmenjubiläum im Schloß Hohenkammer ein besonderes Programm. Die kostenfreie Veranstaltung (mit beschränkten Teilnahmeplätzen) widmet sich dabei den Themen "Security Governance in der Zukunft - Umgang mit Komplexität, Dynamik und Kostendruck" und "IT-Visionen im Zeichen der Informationssicherheit...
DSB vom 01.07.2010
, Heft 07-08
, Seite 5
Dem US-Senat liegt ein brisanter Gesetzentwurf vor. Der "Protecting Cyberspace as a National Asset Act" (PCNAA) sieht umfassende Kontrollmöglichkeiten für die US-Sicherheitsbehörden und den Präsidenten über die Netz- und Telekommunikationsinfrastruktur vor. Angestrebt wird beispielsweise die Einrichtung eines Frühwarnsystems. Hierzu soll ein Informationsfluss zwischen Privatunternehmen und staatlichen...
DSB vom 01.07.2010
, Heft 07-08
, Seite 5
Das Unternehmen shred-it, ein internationaler Dienstleister für die Dokumentenvernichtung, hat die Zertifizierung nach der Europäischen Norm 15713 durch das Zertifizierungsunternehmen SGS erhalten. Damit wird bestätigt, dass die Prozesse und Verfahren der Vor-Ort Vernichtung von Dokumenten, Akten und Datenträgern sicher sind und nach standardisierten Verfahren durchgeführt werden. Die Aktenvernichtung...
DSB vom 01.07.2010
, Heft 07-08
, Seite 5
Spitzenreiter als Verursacher von Datenschutzverletzungen im Vereinigten Königreich ist der National Health Service, gefolgt von privaten Organisationen. Bis Ende Mai wurden insgesamt mehr als 1.000 Fälle von Datenmissbrauch an das Information Commissioner?s Office (ICO) gemeldet. Ausgangspunkt war oft der Diebstahl von Hard- und Software und damit die Verletzung der Sicherheitsstandards. Daher...
DSB vom 01.07.2010
, Heft 07-08
, Seite 5
Cloud Computing ist ein Trend unserer Zeit. Eine Studie von 360° IT zeigt, dass Uneinigkeit in der Frage besteht, ob Cloud Computing zu einer Verbesserung der IT-Sicherheit führt. Über die Hälfte der befragten Organisationen sehen eine Verbesserung, aber weitere 20 Prozent der Befragten vertreten die Auffassung, dass keine Besserung der IT-Sicherheit eintreten wird. Ein Viertel der Befragten...
DSB vom 01.07.2010
, Heft 07-08
, Seite 6
Spam-Mails binden eine Vielzahl von Ressourcen, so etwa Zeit und Speicherplatz. Aktuell sind etwa 85 Prozent des E-Mail Traffics als Spam-Mails zu klassifizieren. Diese Problematik haben die Regierungen erkannt und erste Maßnahmen eingeleitet. So enthält das australische Anti-Spam- Gesetz die weltweit strengsten Regelungen. Auf europäischer Ebene wurde die Konvention des Europarates gegen Cyberkriminalität...
DSB vom 01.07.2010
, Heft 07-08
, Seite 6
Die Websense Security Labs melden, dass Cyberkriminelle vermehrt eine Schwachstelle in den Adobe-Produkten Flash und Reader angreifen. Bislang wurden nur in Einzelfällen Attacken verzeichnet. Adobe stellt auf seiner Homepage Updates für die betroffenen Produkte zur Verfügung. NSCH Internet: http://securitylabs.websense.com
DSB vom 01.07.2010
, Heft 07-08
, Seite 6
Der zweite Preis in der Kategorie IT-Sicherheit des Rankings "Best of Consulting 2010" der Zeitschrift "WirtschaftsWoche" geht an das Karlsruher Beratungsunternehmen Secorvo. Das Unternehmen wurde für sein Referenzprojekt der Entwicklung und Umsetzung des Datenschutzkonzeptes für das Autobahn-Mautystem Toll Collect geehrt. Ziel des Rankings ist die Schaffung von Transparenz in der Qualität von...
DSB vom 01.07.2010
, Heft 07-08
, Seite 6
Das IT-Sicherheitsunternehmen Cryptography Research empfiehlt die genaue Prüfung der Sicherheit von Smartphones. Cyberkriminelle können durch die Überwachung des Stromverbrauchs - sogenannte Stromangriffe - geheime Schlüssel und andere vertrauliche Informationen aus Smartphones auslesen. Hierzu überwachen die Täter zunächst den Stromverbrauch des Chips, um anschließend unter Zuhilfenahme von statistischen...
DSB vom 01.07.2010
, Heft 07-08
, Seite 6
Der gewinnbringende Einsatz von Schadprogrammen setzt nicht mehr zwingend Programmierungskenntnisse voraus. Ein Verkaufsportal im Internet offeriert bereits fertige Programme zu Preisen von 95 bis 225 USDollar, das fertige Paket kostet 4.500 US-Dollar. Die Verkäufer garantieren, dass die Schadprogramme nicht von Sicherheitsprogrammen aufgespürt werden können. Derartige Verkaufsportale sind aus...
DSB vom 01.07.2010
, Heft 07-08
, Seite 7
- 8
GDD
Die GDD begrüßt, dass das Bundesinnenministerium seiner Ankündigung gefolgt ist, in seinem Entwurf den Beschäftigtendatenschutz nicht in einem eigenständigen Gesetzeswerk, sondern als Abschnitt des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) zu regeln. Positiv bewertet die GDD auch die Intention des Referentenentwurfs, eine gesetzliche Konkretisierung des richterrechtlich geprägten Arbeitnehmerdatenschutzes...
DSB vom 01.07.2010
, Heft 07-08
, Seite 8
- 11
NIKOLAI LASAROFF
Durch genetische Untersuchungen gewonne Daten zeichnen sich dadurch aus, dass sie über längere Zeit Bedeutung haben können und mehr preisgeben als andere Untersuchungen. Diese besonders sensiblen Gesundheitsdaten spielen auch zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer bei der Anbahnung eines Arbeitsverhältnisses eine erhebliche Rolle. Das neue Gendiagnostikgesetz (GenDG), das zum 1. Februar 2010 in...
DSB vom 01.07.2010
, Heft 07-08
, Seite 11
DR. STEFAN HANLOSER
Die Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder fordern in ihren Eckpunkten zur Reform des Datenschutzrechts vom 18. März 2010 eine Verschärfung des zivilrechtlichen Datenschutzes. Ein pauschalierter Schadensersatzanspruch der Betroffenen soll auch im nicht-öffentlichen Bereich "erhebliche Vollzugsdefizite" ausgleichen. Ob ein gesetzlicher "Mindestschadensersatz"...
DSB vom 01.07.2010
, Heft 07-08
, Seite 12
- 14
DR. PHILIPP KRAMER
Von Datenschützern kritisch beäugte "Datensammler" wie Google Street View, Facebook, SWIFT, die verschiedenen Meinungen zum Beschäftigtendatenschutz und der spendable Umgang großer Teile der Bevölkerung mit ihren Daten zum Beispiel in sozialen Netzwerken belegen: Im Umgang mit persönlichen Informationen gibt es in der Gesellschaft keine einheitlichen Grundsätze. Wer ein...
DSB vom 01.07.2010
, Heft 07-08
, Seite 15
- 17
DR. JÜRGEN FALTIN
Zum fünften Mal lud Wegweiser Media & Conferences GmbH die Fachwelt von eHealth und Gesundheitswirtschaft zu ihrem gesundheitsökonomischen Kongress "Prozessoptimierung, eHealth & Vernetzung" am 17. Juni 2010 nach Berlin ein. Der Rahmen stimmte und der Zeitpunkt war sehr gut gewählt. Es gab viel Aktuelles zu besprechen, denn die Gesundheitspolitik in Berlin hatte nach langer...
DSB vom 01.07.2010
, Heft 07-08
, Seite 17
- 18
DAVID OBERBECK
Mit mehr als 150 Teilnehmern fand in Berlin am 7. und 8. Juni 2010 die 12. DuD-Fachkonferenz statt. Neben den prominenten Vorträgen des Bundesbeauftragen für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Peter Schaar und des Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Prof. Dr. Johannes Caspar lag das Hauptaugenmerk der Konferenz in der praktischen Umsetzung...
DSB vom 01.07.2010
, Heft 07-08
, Seite 18
Viele Reisende möchten oder können im Urlaub nicht auf die elektronische Kommunikation verzichten. Die Sorglosigkeit von Touristen gepaart mit der kriminellen Energie von Straftätern führt zu unberechenbaren Risiken in Internetcafés im Hinblick auf einen Datenverlust. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) weist aktuell auf die oftmals mangelnde Aktualität der Schutzprogramme...
DSB vom 01.07.2010
, Heft 07-08
, Seite 19
- 20
THOMAS ENGELIEN-SCHULZ
Immer noch löst in der Praxis behördlichen Datenschutzes die Frage nach den Vorkehrungen zur Umsetzung der Nachberichtspflicht aus § 20 Abs. 8 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) Erstaunen aus. Wie kann dieses Szenario bei der Ausgestaltung der verschiedenen EDV-Verfahren berücksichtigt werden? Von THOMAS ENGELIEN-SCHULZ, Troisdorf- Spich. * Unrichtige Daten als Ausgangsszenario...
DSB vom 01.07.2010
, Heft 07-08
, Seite 20
- 22
THOMAS ENGELIEN-SCHULZ
In der Praxis stellen sich viele behördliche Datenschutzbeauftragte die Frage, welche Verzeichnisse, Pläne und Unterlagen für den Fall eines unangekündigten Kontrollbesuch des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit vorzuhalten sind. Der Beitrag geht insbesondere auf das Verzeichnis der Datenverarbeitungsanlagen, einen Netzwerkplan und Sicherheits-...
DSB vom 01.07.2010
, Heft 07-08
, Seite 22
- 24
MARTIN ROST
Schutzziele und Schutzmaßnahmen zählen seit Jahren zum bewährten Instrumentarium der Datensicherheit. Bereits die Europäische Datenschutzrichtlinie kennt vier Schutzziele: Verfügbarkeit, Integrität, Vertraulichkeit, Prüfbarkeit. Solche konzentriert auf Datenschutzanforderungen zugeschnittenen Schutzziele gibt es im Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) bislang nicht. Dies soll nach dem...
DSB vom 01.07.2010
, Heft 07-08
, Seite 25
(Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 23. Juni 2009 - 2 AZR 606/08) 1. Aus dem Weisungsrecht des Arbeitgebers ergibt sich nicht das Recht, den Arbeitnehmer zu einem Personalgespräch zu verpflichten, in dem es ausschließlich um eine vom Arbeitnehmer bereits abgelehnte Änderung des Arbeitsvertrages (hier: Herabsetzung der Vergütung) gehen soll. 2. Eine aufgrund der Weigerung ausgesprochene Abmahnung...
DSB vom 01.07.2010
, Heft 07-08
, Seite 25
(Amtsgericht Menden, Urteil vom 3. Februar 2010 - 4 C 526 /09 - in: Neue Juristische Wochenschrift 2010, Seite 1614) 1. Ein nichtehelicher Vater hat nicht das Recht, ohne Zustimmung der allein erziehungsberechtigten Kindesmutter Fotos des gemeinsamen Kindes im Internet zur Schau zu stellen und zu verbreiten. 2. Etwas anderes könnte gelten, wenn der Zugriff auf die Internetseite durch einen Kennwort-...
DSB vom 01.07.2010
, Heft 07-08
, Seite 26
(Landgericht Bochum, Beschluss vom 7. August 2009 - 2 Qs 2/09 - in: NStZ 2010, Seite 351) Beweismittel sind nicht allein wegen ihrer Herkunft aus einem "Datendiebstahl" und/oder deshalb unverwertbar, weil der Bundesnachrichtendienst die "gestohlenen" Daten angekauft und den Finanzbehörden übergeben hat. (Nichtamtlicher Leitsatz) Die Beschuldigten hatten Kapital in Liechtenstein angelegt und die...
DSB vom 01.07.2010
, Heft 07-08
, Seite 26
(Bundesfinanzhof, Urteil vom 24. Februar 2010 - II R 57/08 - in: DB 2010, Seite 1046) 1. Die Finanzbehörden sind nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit verpflichtet, einen Sachverhalt primär durch Einholung von Auskünften aufzuklären; das Verlangen auf Vorlage von Urkunden ist nur hilfweise zulässig. 2. Im Besteuerungsverfahren eines Bankkunden darf das Finanzamt von dem Kreditinstitut erst...
DSB vom 01.07.2010
, Heft 07-08
, Seite 27
(Oberverwaltungsgericht Bautzen, Beschluss vom 20. November 2009 - 4 A 27/08 - in: NVwZ 2010, Seite 397) 1. Die Bundesländer haben die Kompetenz zur Gebührenerhebung für den Informationszugang nach dem Umweltinformationsgesetz. 2. Eine an der Kostendeckung ausgerichtete Gebührenbemessung, die in ihrer Höhe angemessen ist, verstößt nicht gegen Artikel 5 der Richtlinie 90/313/EWG. (Nichtamtliche...
DSB vom 01.07.2010
, Heft 07-08
, Seite 27
(Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 9. Juni 2010 -BVerwG 6 C 5.09) 1. Die Datei "Gewalttäter Sport" darf nur aufgrund einer Verordnung des Bundesinnenministeriums betrieben werden; eine solche Verordnung liegt seit dem 7. Juni 2010 vor. 2. Die Speicherung von Daten eines so genannten Hooligans kann auch nach Einstellung eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens durch die Staatsanwaltschaft...
DSB vom 01.07.2010
, Heft 07-08
, Seite 28
(Bundesgerichtshof, Urteil vom 6. Oktober 2009 - VI ZR 314/08 - in: NJW 2010, Seite 1454) 1. Ein genereller Anspruch auf Unterlassung der Bildberichterstattung über minderjährige Kinder Prominenter besteht nicht. 2. Es bedarf auch insoweit in jedem Einzelfall einer Abwägung zwischen dem Informationsinteresse der Öffentlichkeit und dem Interesse der abgebildeten Person an dem Schutz ihrer Privatsphäre....
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