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Datenschutzerklärung für Websites oder Apps „aus dem Automaten“


Transparenzgrundsatz schafft Handlungsbedarf | © BMJV

Eine Datenschutzerklärung für Websites oder Apps ohne Vorlage zu schaffen, ist schwer. Wie angenehm wäre es, wenn man eine Software hätte, die die Erstellung automatisiert. Das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz hat dazu schon 2015 Musterfragen zur Verfügung gestellt. Die Antworten auf diese Fragen sollen die Datenschutzerklärung bilden.

Auch ein Webgenerator steht zur Verfügung (www.geta1pager.de; verantwortliche Stelle Zalando SE). Es sollte allerdings nicht übersehen werden, dass man damit keine vollständige Datenschutzerklärung erstellt. Ziel des Projekts war es, ein Muster zu schaffen, wie man dem Nutzer klare und leicht verständliche Informationen geben kann.

Das wird künftig besonders relevant, weil Unternehmen und Behörden nach der DSGVO über die Datenverarbeitung genau solche eine Information, nämlich eine verständliche Information in klarer und einfacher Sprache, geben muss (Transparenzgrundsatz, ErwGr. 39 Satz 3 DSGVO, ab 25.05.2018).

Transparenz wird also mehr und mehr bedeuten, dass der Verantwortliche den Betroffenen zusätzlich noch einfache Informationen zur Verfügung stellen muss. Die bisherigen juristisch formulierten Datenschutzerklärungen, Nutzungsbedingungen und sonstigen Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind weiterhin geboten und bleiben bestehen.

(Philipp Kramer, Chefredakteur Datenschutz-Berater)


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