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Datenschutzvorfall: Datensicherheit fängt beim Bewusstsein der Verantwortlichen an


Ein korrektes Authen­tifizie­rungs­system und Verschlüsselung bei Apps helfen Datenabflüsse zu ver­mei­den | © Maksym Yemelyanov / fotolia.com

Der aktuelle Fall des Bikesharing-Anbieters OBG Germany GmbH (Teil einer Unternehmensgruppe aus Singapur) zeigt, dass ein systematisches Vorgehen beim Schutz personenbezogener Daten  unverzichtbar ist.

Das rasant mit Leihfahrrädern (u.a. in München, Ber­lin, Frankfurt und Hannover) wachsende Unter­nehmen hatte persönliche Daten und Bewegungs­daten der Nutzer nicht vor dem Zugriff unbefugter Dritter aus­rei­chend geschützt. Problematisch sollen vor allem die Social-Media-Funktionen der App des Anbieters gewe­sen sein. Das Teilen führte zum unerwünschter Teilen von Daten.

Es wirft einen Blick auf den Trend, dass Daten­schutz­vor­fälle häufig auf Umstände zurückgehen, die mit normalen Mitteln hätten vermieden wer­den können und nicht an einem kriminellen Vorgehen der Hackern liegen. Es sind vielfach Bedenkenlosigkeit oder Kostendruck, die die Beteiligten leichtfertig handeln lassen. Aus dem konkreten Fall lässt sich auch lernen, dass Verschlüsselung und ein korrektes Authentifi­zie­rungs­system bei manchen Anwendungsszenarien zwingend sind.

(Philipp Kramer, Chefredakteur Datenschutz-Berater)


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