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Gefälschte E-Mails: Sicherheitsspezialist erkennt Fake-Mail nicht


Bei jeder E-Mail muss Plausibilität überprüft werden | © Coloures-pic/ fotolia.com

Dass die Identität des Gegenübers im Internet häufig fraglich ist, sollte zum Basiswissen jedes Internet­nutzers gehören. Doch vielfach fällt es schwer, diese Erkenntnis in die Praxis umzusetzen. Das zeigt der Fall des US-Heimatschutzberaters im Weißen Haus Tom Bossert.

Ein bisher Unbekannter sendete unter falschem Namen E-Mails an hochrangige Mitarbeiter des Weißen Hauses – bei Tom Bossert mit Erfolg. Auf die gefälschte und vorgeblich von Jared Kushner (Chefberater des Präsidenten und Ehemann von Ivanka Trump) stammende Mail mit einer Einladung zum Abendessen antwortete Bossert:

„Thanks, Jared. With a promise like that, I can’t refuse. Also, if you ever need it, my personal email is … (= Danke, Jared. Bei einem solchen Versprechen kann ich nicht Nein sagen. Und, falls Du sie brauchen solltest, meine private E-Mail-Adresse ist …), www.siehe.eu/da799.

Fazit: Nicht nur bei E-Mail ohne persönliche Ansprache ist beim Öffnen Vorsicht geboten. Gerade als E-Mail-Empfänger muss man immer damit rechnen, dass sich ein unbekannter Dritter Informationen beschafft und damit eine Fake-Mail erstellt. Bei jeder E-Mail sollte also immer hinreichend plausibel sein, ob sie wirklich echt ist.

(Philipp Kramer, Chefredakteur Datenschutz-Berater)


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